{"id":134,"date":"2016-11-24T16:55:07","date_gmt":"2016-11-24T15:55:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bkpi-legal.de\/Themen\/?p=134"},"modified":"2016-11-24T16:55:07","modified_gmt":"2016-11-24T15:55:07","slug":"black-friday","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bkpi-legal.de\/Themen\/black-friday\/","title":{"rendered":"Black Friday"},"content":{"rendered":"<p><strong><u>\u201eBlack Friday\u201c mit Folgekosten<\/u><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In den USA wird das Weihnachtsgesch\u00e4ft mit der Rabattaktion \u201eBlack Friday\u201c eingel\u00e4utet. Dort winken satte Rabatte f\u00fcr Kunden und den H\u00e4ndlern ein Absatzschub. In Deutschland winken den H\u00e4ndlern hingegen satte Abmahnkosten. Die Black Friday GmbH, beziehungsweise die Super Union Holdings Ltd. lie\u00dfen sich \u201eBlack Friday\u201c als Marke f\u00fcr Deutschland seit 2013 sch\u00fctzen. Ein H\u00e4ndler, der den \u201eBlack Friday\u201c also zu Werbe- und Marketingzwecken \u2013also hier aus der Sicht des Markeninhabers \u201erechtswidrig im Verkehr\u201c- nutzt, kann mit einer Abmahnung des Markeninhabers rechnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gegen die Deutsche Wortmarke \u201eBlack Friday\u201c der Super Union Holdings Ltd.<br \/>\n(DPMA Nr. 302013057574, Stand 24.11.2016) sind zwar bis heute f\u00fcnf L\u00f6schungsantr\u00e4ge (wegen Nichtigkeit der Marke) eingegangen. Davon ist jedoch der erste Antrag zur\u00fcck genommen worden und die anderen Antragsverfahren sind noch nicht entschieden. Die L\u00f6schungsantr\u00e4ge st\u00fctzen sich allem Anschein nach auf die L\u00f6schungsgr\u00fcnde wie \u201eFreihaltebed\u00fcrfnis\u201c des Begriffes f\u00fcr den Markt oder dessen fehlenden \u201eUnterscheidungskraft\u201c als Marke. Da die Laufenden Verfahren dieses Jahr eingingen, besteht eine nicht unbeachtliche Wahrscheinlichkeit, dass diese deutsche Marke n\u00e4chstes Jahr nicht mehr f\u00fcr solche Abmahnungen dienen wird. Es l\u00e4uft parallel jedoch schon eine neue \u00e4hnliche Markenanmeldung f\u00fcr \u201eBlack Friday Sale Caution\u201c seit dem 30.11.15. Anmelderin ist hier die Black Friday GmbH selbst. Diese neue Markenanmeldung setzt zus\u00e4tzlich auf Bildelemente, um m\u00f6gliche Schutzhindernisse zu \u00fcberwinden. Sollte diese Markenanmeldung Erfolg haben, gilt sie f\u00fcr das gesamte EU-Gebiet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><u>Wie geht der Markt damit um?<\/u><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Unternehmen welches Bezug auf den \u201eBlack Friday\u201c als Ereignis nehmen m\u00f6chte, kann dies innerhalb enger Grenzen weiterhin in Deutschland tun, solange die Darstellung nicht als sogenannte \u201ekennzeichenm\u00e4\u00dfige Verwendung\u201c zu werten ist. Demnach ist erlaubt, die Worte \u201eBlack Friday Sale\u201c oder \u201eBlack Friday\u201c als HINWEIS darauf zu verwenden, dass der H\u00e4ndler an dem Ereignis des \u201eBlack Friday\u201c teilnimmt. Sobald die Worte \u201eBlack Friday\u201c allerdings schlagwortartig oder sogar als Produkt- oder Servicebezeichnung verwendet werden, wird dies als \u201ekennzeichenm\u00e4\u00dfige Verwendung\u201c und damit als Markenverletzung gewertet werden. Ein schmaler Grad also.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es bleibt zudem abzuwarten, ob sich in Zukunft weitere H\u00e4ndler gegen die Monopolisierungsversuche dieses Begriffes wehren. Bereits vier Konkurrenten haben die M\u00f6glichkeit des L\u00f6schungsantrages bez\u00fcglich der Marken \u201eBlack Friday &#8230;\u201c genutzt. Die Frist f\u00fcr solche Antr\u00e4ge betr\u00e4gt 10 Jahre lang nach Eintragung der Betroffenen Marke.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eBlack Friday\u201c mit Folgekosten &nbsp; In den USA wird das Weihnachtsgesch\u00e4ft mit der Rabattaktion \u201eBlack Friday\u201c eingel\u00e4utet. 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